Hermann (Friedrich August) Zernicke

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Landesliste)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 15.02.1869, Berlin
Ehe Verheiratet
Beruf Metallarbeiter, Gewerkschaftsfunktionär
Kinder 1
Konfession Unbekannt
Verstorben 30.11.1944

Verfolgung

1933
Zernicke wird 1933 in Berlin verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.

Biografie

Lehre als Former (Metallarbeiter)

vor 1904
Tätigkeit als Metallarbeiter

1904
Vorsitzender des Gewerkschaftskartells Groß-Lichterfelde (bei Berlin)

1904
Bezirksleiter des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV) für Berlin und Brandenburg

1907
Teilnehmer des Internationalen Sozialistenkongresses in Stuttgart

1915
Sekretär im Hauptvorstand des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV) in Stuttgart

November 1918
Vorsitzender des Vollzugsausschusses der württembergischen Arbeiter- und Bauernräte

ab März 1919
Vorsitzender des Landesausschusses der Arbeiterräte Württembergs, als Delegierter Teilnehmer des ersten Rätekongresses in Berlin

1925
Nebenamtlich Geschäftsführer des Bau- und Sparvereins Eintracht eGmbH in Berlin

Literatur

Eberhard Kolb, Klaus Schönhoven (Bearb.): Regionale und lokale Räteorganisationen in Württemberg 1918/19, Düsseldorf 1976, S. 15, 56.

Schröder 1995, S. 815-816.

Mittag 1997, S. 188.

Raberg 2001, S. 1067.

Weik 2003, S. 323.

Marco Swiniartzki: Der Deutsche Metallarbeiter-Verband 1891-1933. Eine Gewerkschaft im Spannungsfeld zwischen Arbeitern, Betrieb und Politik, Köln, Weimar, Wien 2017, S. 304, Anm. 184.