Jakob Dörr

Verfolgung
26.08.1933
Dörr ist Bürgermeister von Knielingen. Am 26. August 1933 ordnet der badische Reichsstatthalter Robert Wagner aus politischen Gründen Dörrs Versetzung in den Ruhestand an. Diese erfolgt zum 1. Januar 1934. Die Grundlage dafür bietet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.
Biografie
Sohn eines Landwirts
Volksschule in Eppingen
1901
Tätigkeit in der Verwaltung des Großherzoglichen Bezirksamts Eppingen
Innenrevisor in mehreren Bezirksämtern und beim badischen Innenministerium in Karlsruhe
1921
Bürgermeister von Knielingen
ab 1934
Nach seiner Zwangspensionierung arbeitet Dörr in der Zigarrenfabrik seines Bruders.
1945
Bürgermeister von Eppingen, von der französischen Militärregierung ernannt, ab März 1946 vom Gemeinderat gewählt
Mitbegründer des CDU-Ortsverbands Eppingen und des Kreisverbands Sinsheim
ab 1946
Mitglied des Kreistags
1946
Mitglied des Rundfunkrats des Süddeutschen Rundfunks
Mitglied des Badischen Versicherungsamts für Gemeinde- und Körperschaftsbeamte
1958
Ruhestand
Rezeption
1952
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
1962
Namenspatron der Jakob-Dörr-Straße in Karlsruhe-Knielingen
1964
Freiherr-vom-Stein-Plakette des Verbands badischer Gemeinden
Literatur
Manfred Staub (Red.): Das neue Eppingen, Eppingen 1980, S. 30.
Fritz Luz: Jakob Dörr. Verdienter Eppinger Verwaltungsfachmann, Kommunal- und Landespolitiker, in: Rund um den Ottilienberg. Beiträge zur Geschichte der Stadt Eppingen und Umgebung, 3, 1985, S. 413-418.
Weik 2003, S. 37.
Elisabeth Dörr: Jakob Dörr. Ein Mann im Sturm der Zeiten, Eppingen 2017.