Karl Berberich

Verfolgung
1933
Berberich wird 1933 verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.
24.11.1933
Berberich ist Hauptlehrer an einem Gymnasium in Bruchsal. Am 24. November 1933 wird er aus politischen Gründen zwangsweise in den Ruhestand versetzt.
24.08.1944
Berberich wird am 24. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Am 10. Oktober 1944 wird er aus der Haft entlassen.
Biografie
Sohn eines Schuhmachers
Volksschule
Gymnasium in Bruchsal
Besuch des Lehrerseminars in Ettlingen
ab 1896
Lehrer an verschiedenen Schulen in Baden
ab 1902
Rückkehr nach Bruchsal, dort Tätigkeit als Lehrer an der Volksschule und der Fortbildungsschule
ab 1913
Stadtverordneter in Bruchsal
August 1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Offizier des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 40
Nach dem Ersten Weltkrieg Engagement in verschiedenen kommunalen Gremien in Bruchsal
1931
Kreisvorsitzender der Zentrumspartei Bruchsal
1945
Leiter des Kreisschulamts Bruchsal
ab 1946
Mitglied des Gemeinderats Bruchsal
Mitbegründer der CDU im Kreis Bruchsal
Rezeption
1963
Namenspatron der Karl-Berberich-Straße in Bruchsal
1978
Namenspatron der Karl-Berberich-Schule in Bruchsal
Ehrenvorsitzender der CDU im Kreis Bruchsal
Literatur
Karl Berberich: Aus der Jugendzeit, in: Bruchsaler Heimatgeschichte, hrsg. von Fritz Burger, Heinrich Maas, Philippsburg 1955, S. 116-119.
Robert Megerle: Heimatlexikon Bruchsal, Bruchsal 1996, S. 22.
Thomas Adam, Thomas Moos, Susanne Zimmermann: Nachlaß Karl Berberich (Feldpostbriefe 1914-1918), Nachlaß Paul Kußmann (Geschäftsdokumente 1925-1955), Akten des Verkehrsvereins Bruchsal (1949-1993), Akten der Feuerwehrleitstelle Bruchsal (1980-1999), Bruchsal 2000, S. 5-14.
Clemens Zimmermann: Krieg, Individualität und Selbstbehauptung, in: Entdeckung des Ich. Die Geschichte der Individualisierung vom Mittelalter bis zur Gegenwart, hrsg. von Richard van Dülmen, Köln, Weimar, Wien 2001, S. 439-464.
Weik 2003, S. 291.
Thomas Moos: Die Bruchsaler Straßennamen und ihre Bedeutung, Ubstadt-Weiher, Heidelberg, Neustadt an der Weinstraße, Basel 2008, S. 59.