Karl (Christian Wilhelm) Rais

Parlament

1928
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Wahlverband Reutlingen)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 31.07.1875, Schorndorf
Ehe Marie Margarete geb. Maier (1905)
Beruf Lehrer
Kinder Kinderlos
Konfession Evangelisch
Verstorben 12.07.1954, Reutlingen

Verfolgung

01.04.1934
Rais ist Oberlehrer an der Mädchenmittelschule in Reutlingen. Durch eine Verfügung des württembergischen Reichsstatthalters Wilhelm Murr vom 29. November 1933 wird er zum 1. April 1934 aus dem Staatsdienst entlassen. Die rechtliche Grundlage dafür bietet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.

Biografie

Sohn eines Billett-Kassierers

Volksschule

ab 1895
Lehrer in verschiedenen württembergischen Gemeinden

1919
Eintritt in die SPD

Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und der Eisernen Front

1928
Oberlehrer an der Mädchenmittelschule in Reutlingen

Vorstandsmitglied des württembergischen Lehrervereins

Literatur

Schröder 1995, S. 663.

Mittag 1997, S. 178.

Raberg 2001, S. 687.

Weik 2003, S. 318.

Dokumente

Schreiben der Prüfungsstelle des württembergischen Staatsministeriums

Am 7. September 1933 teilte die Prüfungsstelle des württembergischen Staatsministeriums dem Lehrer Rais mit, dass er bei der politischen Überprüfung der Beamten (im Rahmen des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) beanstandet worden war. Am 29. November 1933 wurde Rais schließlich aus dem Staatsdienst entlassen.