Karl Ebert

Parlament

1946
Landtag Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 4 Heidelberg, ab 1950 Wahlkreis 19 Heidelberg-Stadt)

1952
Verfassunggebende Landesversammlung Baden-Württemberg (SPD, Wahlkreis Heidelberg-Stadt)

1953
Landtag Baden-Württemberg (SPD, Wahlkreis Heidelberg-Stadt)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 29.04.1899, Bremen
Erste Ehe
Hedwig geb. Vollmann (1939)
Zweite Ehe
Emma Gertrud geb. Zipf (1944)
Beruf Optiker, Amtsleiter
Kinder 2
Konfession Freireligiös
Verstorben 21.09.1975, Heidelberg

Verfolgung

01.07.1933
Ebert wird am 1. Juli 1933 in Oranienburg von SA-Hilfspolizisten verhaftet und in »Schutzhaft« genommen. Zunächst wird er in das Gebäude der SA-Führung von Berlin-Brandenburg in der Berliner Voßstraße gebracht. Anschließend wird er in das Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus überstellt. Im Dezember 1933 wird Ebert aus der Haft entlassen.

September 1933
Ebert ist Leiter der Optik-Elektro-Photo-Abteilung in einem Wertheim-Warenhaus in Berlin. Im September 1933 wird er aus politischen Gründen entlassen.

Biografie

Sohn des Reichspräsidenten Friedrich Ebert

Mittelschule in Berlin

1913
Lehre als Optiker in Berlin

1917
Eintritt in die SPD

1918
Kriegs- bzw. Militärdienst

Tätigkeit als Optiker in Berlin

1927
Meisterprüfung als Optiker, anschließend Eröffnung eines eigenen Optikergeschäfts in Berlin

1929
Leiter der Optik-Elektro-Photo-Abteilung in einem Wertheim-Warenhaus in Berlin

ab September 1933
Arbeitslos

1940
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg an der West- und der Ostfront

1945
Kurzzeitig in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft

Dezember 1945
Berufung als Leiter des Besatzungsamts in Heidelberg

November 1946
Berufung als Leiter des Straßenverkehrsamts in Heidelberg, ab 19. Januar 1948 stellvertretender Leiter

September 1949
Leiter des Einwohnermelde- und Passamts in Heidelberg

Juni 1956
Leiter des Leihamts in Heidelberg

1962
Berufung zum Gemeinderichter in Heidelberg

1967
Ruhestand

Literatur

Kurt Hiller: Schutzhäftling 231, in: Die neue Weltbühne, 4, 1935, S. 104-107.

Kurt Schilde, Johannes Tuchel: Columbia-Haus. Berliner Konzentrationslager 1933-1936, Berlin 1990, S. 153.

Schumacher 1991, S. 268.

Walter Mühlhausen, Bernd Braun (Hrsg.): Friedrich Ebert und seine Familie. Private Briefe 1909-1924, München 1992, S. 29-30.

Friederike Reutter: Heidelberg 1945-1949. Zur politischen Geschichte einer Stadt in der Nachkriegszeit, Heidelberg 1994, S. 175.

Weik 2003, S. 39.

Karoline Georg, Kurt Schilde, Johannes Tuchel: »Warum schweigt die Welt?!« Häftlinge im Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus 1933 bis 1936, Berlin 2013, S. 50-51.