Karl Konz

Verfolgung
30.06.1933
Konz ist Gewerkschaftssekretär des Deutschen Bekleidungsverbandes in Karlsruhe. Am 30. Juni 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen.
01.07.1935
Konz wird am 1. Juli 1935 verhaftet und im Gerichtsgefängnis in Karlsruhe in Untersuchungshaft genommen. Konz hatte in unregelmäßigen Abständen 12 bis 15 Exemplare der illegalen Flugschrift »Sozialistische Aktion« erhalten und an Bekannte verteilt. Am 3. Januar 1936 wird er deshalb wegen Vorbereitung zum Hochverrat vom Oberlandesgericht Karlsruhe zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt (unter Anrechnung der bisherigen Untersuchungshaft). Am 4. Dezember 1937 wird Konz aus der Haft entlassen.
Biografie
Volksschule in Freiburg im Breisgau
1911
Lehre als Schneider in Freiburg im Breisgau
ab 1915
Freiwilliger Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Infanterist an der Ost- und der Westfront, im August 1915 am Oberschenkel verwundet, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse, der Badischen Verdienstmedaille und dem Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern
Nach dem Ersten Weltkrieg Tätigkeit als Schneider bei verschiedenen Betrieben in Freiburg
1926
Eintritt in die SPD
1928
Hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär des Deutschen Bekleidungsverbandes in Karlsruhe
um 1930
Eintritt in das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
nach Juli 1933
Tätigkeit als selbstständiger Schneider
Geschäftsführer und ab 1935 südwestdeutscher Bezirksleiter der Braunschweiger Ersatzkrankenkasse für das Bekleidungsgewerbe
1945
Stadtrat in Karlsruhe, zunächst von der amerikanischen Militärregierung ernannt, ab 1946 gewählt
Juli 1945
Leiter des Arbeitsamtes in Karlsruhe, von der amerikanischen Militärregierung ernannt
1945
Kurzzeitig Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes Karlsruhe und Umgebung (ADGB)
1952
Erneut Stadtrat in Karlsruhe
Literatur
Brach 1984, S. 126-130.
Koch 2001, S. 126-127.
Weik 2003, S. 84.