Karl Konz

Parlament

1946
Verfassungsgebende Landesversammlung Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 2 Karlsruhe)

1946
Landtag Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 2 Karlsruhe)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 30.07.1896, Sulzfeld
Ehe Marie geb. Bockstahler (1922)
Beruf Schneider
Kinder 2
Konfession Evangelisch
Verstorben 03.09.1966, Karlsruhe

Verfolgung

30.06.1933
Konz ist Gewerkschaftssekretär des Deutschen Bekleidungsverbandes in Karlsruhe. Am 30. Juni 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen.

01.07.1935
Konz wird am 1. Juli 1935 verhaftet und im Gerichtsgefängnis in Karlsruhe in Untersuchungshaft genommen. Konz hatte in unregelmäßigen Abständen 12 bis 15 Exemplare der illegalen Flugschrift »Sozialistische Aktion« erhalten und an Bekannte verteilt. Am 3. Januar 1936 wird er deshalb wegen Vorbereitung zum Hochverrat vom Oberlandesgericht Karlsruhe zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt (unter Anrechnung der bisherigen Untersuchungshaft). Am 4. Dezember 1937 wird Konz aus der Haft entlassen.

Biografie

Volksschule in Freiburg im Breisgau

1911
Lehre als Schneider in Freiburg im Breisgau

ab 1915
Freiwilliger Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Infanterist an der Ost- und der Westfront, im August 1915 am Oberschenkel verwundet, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse, der Badischen Verdienstmedaille und dem Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern

Nach dem Ersten Weltkrieg Tätigkeit als Schneider bei verschiedenen Betrieben in Freiburg

1926
Eintritt in die SPD

1928
Hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär des Deutschen Bekleidungsverbandes in Karlsruhe

um 1930
Eintritt in das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

nach Juli 1933
Tätigkeit als selbstständiger Schneider

Geschäftsführer und ab 1935 südwestdeutscher Bezirksleiter der Braunschweiger Ersatzkrankenkasse für das Bekleidungsgewerbe

1945
Stadtrat in Karlsruhe, zunächst von der amerikanischen Militärregierung ernannt, ab 1946 gewählt

Juli 1945
Leiter des Arbeitsamtes in Karlsruhe, von der amerikanischen Militärregierung ernannt

1945
Kurzzeitig Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes Karlsruhe und Umgebung (ADGB)

1952
Erneut Stadtrat in Karlsruhe

Literatur

Brach 1984, S. 126-130.

Koch 2001, S. 126-127.

Weik 2003, S. 84.