Karl Wehner

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 4 Mannheim)

1930
Landtag der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 18 Mannheim-Stadt)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 05.12.1875, Weißbach (Hohenlohe)
Ehe Eva Katharina geb. Münd (1900)
Beruf Schmied, Schlosser
Kinder 2
Konfession Evangelisch, ab 1907 freireligiös
Verstorben 09.06.1957, Mannheim

Verfolgung

1933
Wehner möchte 1933 nach dem Ende seines Landtagsmandats eine Stelle bei seinem früheren Arbeitgeber, der Daimler-Benz AG, antreten. Er kann dies jedoch nicht, da ihm das Arbeitsamt Mannheim eine entsprechende Zuweisung verweigert. In der Folge ist Wehner längere Zeit arbeitslos.

20.03.1933
Wehner wird am 20. März 1933 verhaftet und im Gefängnis in Mannheim in »Schutzhaft« genommen. Am 18. Juni 1933 wird er aus der Haft entlassen.

Juli 1933
Wehner ist Sekretär und Mitglied des Gemeinderats der Freireligiösen Gemeinde Mannheim. Im Juli 1933 wird er auf Anordnung der NS-Behörden aus diesen Ämtern entlassen.

Biografie

Sohn eines Kleinbauern und Leinenwebers

1881
Volksschule in Alt-Weißbach

1886
Tod der Mutter

1890
Lehre als Schmied in Alt-Weißbach, danach Wanderschaft als Schmiede- und Schlossergehilfe unter anderem in Kupferberg, Warmbrunn, Waldenburg, Görlitz, Bautzen, Berlin und Straßburg

April 1898
Schmied, Schlosser und Monteur in Mannheim

1900
Mitglied des Deutschen Metallarbeiter-Vereins (DMV)

1901
Eintritt in die SPD

1901
Mitglied der Konsumgenossenschaft

1904
Besuch von Abendkursen an der Gewerbeschule in Mannheim

1907
Mit Ehefrau und Kindern Austritt aus der evangelischen Kirche und Eintritt in die Freireligiöse Gemeinde Mannheim

1911
Schlosser bei der Firma Benz

1913
Mitglied des Kreistags

1915
Vorstand und nebenamtlicher Sekretär der Freireligiösen Gemeinde Mannheim

November 1918
Mitglied des Volksausschusses und Sekretär des Arbeiter- und Soldatenrats Mannheim sowie Mitglied der Landeszentrale der Arbeiter- und Soldatenräte Badens

1919
Stadtverordneter in Mannheim

ab 1919
Angestellter des Landespreisamts in Mannheim

ab 1933
Arbeitslos und selbstständige Tätigkeit als Schlosser

ab November 1939
Schlosser in Wallstadt

1940
Im Ruhestand beschäftigt mit der Herstellung von »kleineren Erfindungen«

Literatur

Jörg Schadt (Hrsg.): Die SPD in Baden-Württemberg und ihre Geschichte. Von den Anfängen der Arbeiterbewegung bis heute, Stuttgart 1979, S. 330.

Schröder 1995, S. 793.

Schumacher 1995, S. 172.

Weik 2003, S. 303.