Karl Wehner

Verfolgung
1933
Wehner möchte 1933 nach dem Ende seines Landtagsmandats eine Stelle bei seinem früheren Arbeitgeber, der Daimler-Benz AG, antreten. Er kann dies jedoch nicht, da ihm das Arbeitsamt Mannheim eine entsprechende Zuweisung verweigert. In der Folge ist Wehner längere Zeit arbeitslos.
20.03.1933
Wehner wird am 20. März 1933 verhaftet und im Gefängnis in Mannheim in »Schutzhaft« genommen. Am 18. Juni 1933 wird er aus der Haft entlassen.
Juli 1933
Wehner ist Sekretär und Mitglied des Gemeinderats der Freireligiösen Gemeinde Mannheim. Im Juli 1933 wird er auf Anordnung der NS-Behörden aus diesen Ämtern entlassen.
Biografie
Sohn eines Kleinbauern und Leinenwebers
1881
Volksschule in Alt-Weißbach
1886
Tod der Mutter
1890
Lehre als Schmied in Alt-Weißbach, danach Wanderschaft als Schmiede- und Schlossergehilfe unter anderem in Kupferberg, Warmbrunn, Waldenburg, Görlitz, Bautzen, Berlin und Straßburg
April 1898
Schmied, Schlosser und Monteur in Mannheim
1900
Mitglied des Deutschen Metallarbeiter-Vereins (DMV)
1901
Eintritt in die SPD
1901
Mitglied der Konsumgenossenschaft
1904
Besuch von Abendkursen an der Gewerbeschule in Mannheim
1907
Mit Ehefrau und Kindern Austritt aus der evangelischen Kirche und Eintritt in die Freireligiöse Gemeinde Mannheim
1911
Schlosser bei der Firma Benz
1913
Mitglied des Kreistags
1915
Vorstand und nebenamtlicher Sekretär der Freireligiösen Gemeinde Mannheim
November 1918
Mitglied des Volksausschusses und Sekretär des Arbeiter- und Soldatenrats Mannheim sowie Mitglied der Landeszentrale der Arbeiter- und Soldatenräte Badens
1919
Stadtverordneter in Mannheim
ab 1919
Angestellter des Landespreisamts in Mannheim
ab 1933
Arbeitslos und selbstständige Tätigkeit als Schlosser
ab November 1939
Schlosser in Wallstadt
1940
Im Ruhestand beschäftigt mit der Herstellung von »kleineren Erfindungen«
Literatur
Jörg Schadt (Hrsg.): Die SPD in Baden-Württemberg und ihre Geschichte. Von den Anfängen der Arbeiterbewegung bis heute, Stuttgart 1979, S. 330.
Schröder 1995, S. 793.
Schumacher 1995, S. 172.
Weik 2003, S. 303.