Karl Zapp
Verfolgung
1933
Zapp wird 1933 dreimal vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.
Mai 1933
Zapp ist Geschäftsführer der Freien Gewerkschaft in Herne. Im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden wird er im Mai 1933 aus dieser Stellung entlassen.
August 1944
Zapp wird im August 1944 (vermutlich anlässlich des missglückten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944) verhaftet und vorübergehend im Konzentrationslager Dachau in »Schutzhaft« genommen (Häftlingsnummer 93832).
Biografie
Sohn eines Fuhrmanns
1899
Volksschule in Düsseldorf und Ratingen
April 1907
Ausbildung zum Drechsler in der Firma Jagenberg in Düsseldorf
1910
Tätigkeit als Drechsler in verschiedenen Betrieben im Ruhrgebiet
Oktober 1913
Wohnhaft in Bochum
Oktober 1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
1919
Geschäftsführer der Freien Gewerkschaften in Herne
Oktober 1933
Selbstständiger Kaufmann
Oktober 1942
Übersiedelung aus dem Ruhrgebiet nach Lahr, dort Übernahme eines Fuhrgeschäfts
ab 1945
Leiter der Landesgeschäftsstelle des badischen Ortskrankenkassenverbandes
ab 1945
Leiter des Arbeitsamtes in Lahr, später des Arbeitsamtes in Offenburg
Literatur
Rainer Hudemann: Sozialpolitik im deutschen Südwesten zwischen Tradition und Neuordnung 1945-1953. Sozialversicherung und Kriegsopferversorgung im Rahmen französischer Besatzungspolitik, Mainz 1988, S. 230-231.
Edgar Wolfrum, Peter Fäßler, Reinhard Grohnert: Krisenjahre und Aufbruchszeit. Alltag und Politik im französisch besetzten Baden 1945-1949, München 1996, S. 278.
Weik 2003, S. 162.
Kühnel 2009, S. 54.