Lorenz Bock

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung des freien Volksstaates Württemberg (Zentrumspartei, Landesliste)

1920
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (Zentrumspartei, Bezirksliste Württemberg XIV Rottweil-Tuttlingen-Spaichingen, ab 1924 Wahlverband 3 Balingen-Oberdorf-Rottweil-Spaichingen-Sulz-Tuttlingen)

1946
Beratende Landesversammlung Württemberg-Hohenzollern (CDU)

1947
Landtag Württemberg-Hohenzollern (CDU, Wahlkreis Rottweil)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 12.08.1883, Nordstetten (Horb am Neckar)
Ehe Hilde Marie Amalie geb. Butz (1912)
Beruf Rechtsanwalt, Minister, Staatspräsident
Kinder 2
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 04.08.1948, Rottweil

Verfolgung

23.08.1944
Bock wird am 23. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und in »Schutzhaft« genommen. Seine Entlassung aus der Haft erfolgt am 30. August 1944.

Biografie

Sohn eines Landwirts und Maurers

1890
Volksschule in Nordstetten

1894
Lateinschule in Horb

1898
Obergymnasium in Rottweil

1902
Studium der Rechtswissenschaften in München und Tübingen

Mitglied der Studentenverbindung Ottonia München

Mitglied der Studentenverbindung Alamannia Tübingen

1906
Referendarexamen

1907
Referendar beim Amtsgericht und Notariat Riedlingen

1908
Referendar beim Landgericht Ravensburg und der Staatsanwaltschaft Stuttgart

1909
Referendar bei einem Rechtsanwalt in Stuttgart

Mitglied im Windhorst-Bund (Jugendorganisation der Zentrumspartei)

vor 1910
Mitglied der Zentrumspartei

1910
Erfolglose Bewerbung als Redakteur beim »Deutschen Volksblatt« in Stuttgart

ab 1910
Tätigkeit als Rechtsanwalt in Rottweil

1912
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag

August 1915
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

ab November 1918
Mitglied des Bürgerrats in Rottweil

1919
Mitglied des Gemeinderats in Rottweil

ab 1920
Vorstandsmitglied der württembergischen Zentrumspartei

1920
Vom Landtag gewähltes ordentliches nicht-richterliches Mitglied des Württembergischen Staatsgerichtshofs

ab 1926
Erster Landesvorsitzender der kommunalpolitischen Vereinigung der Zentrumspartei

Vorsitzender des Aufsichtsrats des »Schwarzwälder Volksfreund« (Zeitung der Zentrumspartei)

bis 1933
Mitglied des Vorstands der württembergischen Rechtsanwaltskammer

Aufsichtsratsmitglied der Bärenbrauerei AG Schwenningen am Neckar

1946
Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat in Rottweil

1946
Präsident der Anwaltskammer Württemberg-Hohenzollern

Mitglied der Kreisversammlung und des Kreisrats von Rottweil

08.07.1947
Staatspräsident von Württemberg-Hohenzollern, ab 22. Juli 1947 zugleich württembergisch-hohenzollerischer Finanzminister

Rezeption

1947
Ehrenbürger von Nordstetten

1948
Staatsbegräbnis in Rottweil

Gedenktafeln am Geburtshaus und am Rathaus in Nordstetten

Gedenktafel am Wohnhaus in Rottweil

Namenspatron der Lorenz-Bock-Straße in Rottweil

Literatur

Schumacher 1995, S. 13.

Winfried Hecht: Zum politischen Profil von Lorenz Bock, in: Rottweiler Heimatblätter, 59, 3, 1998, S. 1-2.

Frank Raberg: Die politischen Anfänge von Lorenz Bock, in: Rottweiler Heimatblätter, 60, 3, 1999, S. 3-4.

Raberg 2001, S. 85-86.

Weik 2003, S. 22.

Frank Raberg: Lorenz Bock, in: Württembergische Biographien, 1, 2006, S. 22-26.

Dokumente

Bericht von Lorenz Bock

Im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens schilderte Bock 1945 seine politische Verfolgung und seine Verhaftung im Rahmen der Aktion »Gewitter«.