Ludwig (Hermann Alexander) Schröter

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Parlament

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der Landräte)

Partei vor 1933 -
nach 1945 -
Geburt 06.11.1886, Guben
Ehe Hedwig geb. Wezel (1915)
Beruf Landrat
Kinder 1
Konfession Evangelisch
Verstorben 14.07.1973, Stuttgart

Verfolgung

28.02.1933
Schröter ist Landrat des Landkreises Görlitz. Am 28. Februar 1933 wird er aus politischen Gründen zunächst beurlaubt. Am 8. März 1933 erfolgt seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand und am 28. Juli 1933 seine Dienstentlassung. Die rechtliche Grundlage dafür bietet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.

Juni 1938
Schröter wird im Juni 1938 zum Militärdienst in der Wehrmacht einberufen. Er leistet dort Bürodienst. Kurz darauf wird er jedoch wegen politischer Unzuverlässigkeit aus der Wehrmacht entlassen.

Biografie

Sohn eines Fabrikbesitzers

1898
Gymnasium in Frankfurt an der Oder

1903
Stadtgymnasium in Stettin

1905
Studium der Rechtswissenschaft und der Volkswirtschaftslehre in Lausanne, München und Berlin

1908
Militärdienst

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg in der Verwaltung

1918
Tätigkeit in der Abwicklung des militärischen Verwaltungsdiensts

1920
Angestellter des Preußischen Innenministeriums

1920
Vorbereitungszeit beim Landratsamt Hirschberg in Schlesien

Juni 1921
Landrat des Kreises Schönau an der Katzbach

1923
Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst in Berlin

1925
Landrat des Kreises Görlitz

August 1933
Arbeitslos und Gelegenheitsarbeiten

1938
Kurzzeitiger Militärdienst

Mai 1945
Landrat des Kreises Leonberg

Juli 1945
Landrat des Kreises Leonberg, von der amerikanischen Militärregierung eingesetzt

April 1948
Angestellter beim Ministerium für politische Befreiung, Vorsitzender einer Berufungskammer

Dezember 1948
Vorsitzender der Zentralberufungskammer Ludwigsburg

Oktober 1949
Angestellter und Leiter der Kopfstelle des Ministeriums für politische Befreiung Württemberg-Baden

Dezember 1949
Verleihung der Dienstbezeichnung »Regierungsdirektor«

Oktober 1950
Hauptberichterstatter (Geschäftsteil II E) beim Innenministerium Württemberg-Baden

September 1951
Regierungsdirektor im Innenministerium Württemberg-Baden

ab Oktober 1952
Tätigkeit im baden-württembergischen Justizministerium

Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Leonberg

Literatur

Heinz H. Poker: Chronik der Stadt Stuttgart 1973-1975, Stuttgart 1989, S. 113.

Angerbauer 1996, S. 514.

Weik 2003, S. 137.

Kühnel 2009, S. 10.