Ludwig (Hermann Alexander) Schröter
Verfolgung
28.02.1933
Schröter ist Landrat des Landkreises Görlitz. Am 28. Februar 1933 wird er aus politischen Gründen zunächst beurlaubt. Am 8. März 1933 erfolgt seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand und am 28. Juli 1933 seine Dienstentlassung. Die rechtliche Grundlage dafür bietet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.
Juni 1938
Schröter wird im Juni 1938 zum Militärdienst in der Wehrmacht einberufen. Er leistet dort Bürodienst. Kurz darauf wird er jedoch wegen politischer Unzuverlässigkeit aus der Wehrmacht entlassen.
Biografie
Sohn eines Fabrikbesitzers
1898
Gymnasium in Frankfurt an der Oder
1903
Stadtgymnasium in Stettin
1905
Studium der Rechtswissenschaft und der Volkswirtschaftslehre in Lausanne, München und Berlin
1908
Militärdienst
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg in der Verwaltung
1918
Tätigkeit in der Abwicklung des militärischen Verwaltungsdiensts
1920
Angestellter des Preußischen Innenministeriums
1920
Vorbereitungszeit beim Landratsamt Hirschberg in Schlesien
Juni 1921
Landrat des Kreises Schönau an der Katzbach
1923
Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst in Berlin
1925
Landrat des Kreises Görlitz
August 1933
Arbeitslos und Gelegenheitsarbeiten
1938
Kurzzeitiger Militärdienst
Mai 1945
Landrat des Kreises Leonberg
Juli 1945
Landrat des Kreises Leonberg, von der amerikanischen Militärregierung eingesetzt
April 1948
Angestellter beim Ministerium für politische Befreiung, Vorsitzender einer Berufungskammer
Dezember 1948
Vorsitzender der Zentralberufungskammer Ludwigsburg
Oktober 1949
Angestellter und Leiter der Kopfstelle des Ministeriums für politische Befreiung Württemberg-Baden
Dezember 1949
Verleihung der Dienstbezeichnung »Regierungsdirektor«
Oktober 1950
Hauptberichterstatter (Geschäftsteil II E) beim Innenministerium Württemberg-Baden
September 1951
Regierungsdirektor im Innenministerium Württemberg-Baden
ab Oktober 1952
Tätigkeit im baden-württembergischen Justizministerium
Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Leonberg
Literatur
Heinz H. Poker: Chronik der Stadt Stuttgart 1973-1975, Stuttgart 1989, S. 113.
Angerbauer 1996, S. 514.
Weik 2003, S. 137.
Kühnel 2009, S. 10.