Oskar Trinks

Parlament

1919
Deutsche Nationalversammlung (SPD, Wahlkreis 33 Baden)

1928
Landtag der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 5 Karlsruhe, ab 1929 Wahlkreis 13 Karlsruhe-Stadt)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 26.01.1873, Dörnthal (Olbernhau)
Ehe Caroline Charlotte geb. Leipp (1947)
Beruf Tischler, Parteifunktionär
Kinder Unbekannt
Konfession Konfessionslos
Verstorben 08.01.1952, Mössingen

Verfolgung

Anfang 1933
Um einer Verhaftung durch die NS-Behörden zu entgehen, versucht Trinks, sich Anfang 1933 in die Pfalz abzusetzen. Dies misslingt jedoch.

18.03.1933
Trinks wird am 18. März 1933 verhaftet und im Gefängnis in Karlsruhe in »Schutzhaft« genommen. Dort wird er am 15. Mai 1933 aus der Haft entlassen.

06.07.1933
Trinks wird am 6. Juli 1933 verhaftet und erneut im Gefängnis in Karlsruhe in »Schutzhaft« genommen. Dort wird er am 9. August 1933 aus der Haft entlassen.

Biografie

Sohn eines Maurers

1879
Volksschule in Dörnthal und Ullersdorf

Lehre als Tischler, anschließend Wanderschaft unter anderem in Thüringen, Bayern, Württemberg, Baden und Westfalen

1893
Militärdienst beim Infanterie-Regiment Nr. 113

1900
Mitglied des Bürgerausschusses in Durlach

bis 1905
Tischler in Durlach

1905
Lagerhalter im Konsumverein Durlach

Juli 1907
SPD-Landesparteisekretär für Baden

1908
SPD-Bezirksparteisekretär für Mittelbaden in Karlsruhe

1909
Erfolglose Kandidatur für den badischen Landtag

1909
Stadtverordneter in Karlsruhe

1912
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag

1913
Erfolglose Kandidatur für den badischen Landtag

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg in Galizien, den Karpaten, Mazedonien und Frankreich

ab 1926
Mitglied des Kreisrates Karlsruhe

1927
Stadtverordneter in Karlsruhe

ab 1945
Beteiligt am Wiederaufbau der Arbeiterwohlfahrt in Karlsruhe

nach 1945
Beteiligt am Wiederaufbau der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Tübingen

ab 1950
Ruhestand

Rezeption

Namenspatron der Oskar-Trinks-Straße in Leimen (Baden)

Literatur

Schumacher 1991, S. 592.

Schröder 1995, S. 774.

Koch 2001, S. 112-119.

Weik 2003, S. 302.

Dokumente

Fragebogen des Wiedergutmachungsverfahrens

In seinem Wiedergutmachungsverfahren schilderte Trinks 1948 seine Haftzeit mit dem jüdischen Rechtsanwalt und SPD-Politiker Ludwig Marum.