Richard Horter

Verfolgung
1933
Horter wird 1933 vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.
Mai 1933
Horter ist Bezirksleiter des Verbands sozialer Baubetriebe in Karlsruhe. Im Mai 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen.
nach 1933
Um sich dem Druck der NS-Behörden zu entziehen, zieht Horter mit seiner Familie von Karlsruhe nach Legelshurst bei Kehl.
Biografie
Sohn eines Maurers
1874
Volksschule in Rothwasser
1883
Lehre als Maurer
Wanderschaft als Maurergeselle durch Deutschland, die Schweiz, Frankreich und Österreich
1888
Militärdienst
1890
Eintritt in die SPD
Tätigkeit als Maurer
September 1901
Angestellter Bezirksleiter des Baugewerksbunds, zunächst in Mannheim, ab 1911 in Karlsruhe
1903
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag
1907
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag
1912
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag
November 1918
Vorsitzender des Arbeiterrats in Karlsruhe
Dezember 1918
Delegierter des Reichskongresses der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin
Dezember 1918
Mitglied des Zentralrats der Deutschen Sozialistischen Republik
April 1919
Delegierter des Reichskongresses der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin
1920
Mitglied des Vorläufigen Reichswirtschaftsrats (Arbeitnehmervertretung des Handwerks)
Dezember 1925
Angestellter Bezirksleiter im Verband sozialer Baubetriebe in Karlsruhe
nach 1933
Übersiedelung von Karlsruhe nach Legelshurst bei Kehl
Literatur
Schumacher 1995, S. 72.
Manfred Koch (Hrsg.): Im Mittelpunkt der Mensch. Parlamentsreden Karlsruher SPD-Abgeordneter, Karlsruhe 2001, S. 84-88.
Weik 2003, S. 295.
Manfred Koch: Richard Horter, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher Stadthistorische Beiträge, 3, 1998-2003, Karlsruhe 2004, S. 289-290.