Robert Fette

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Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Landesliste)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 16.03.1879, Hedemünden (Hann. Münden)
Ehe Karoline Marie Henriette geb. Schrader
Beruf Buchbinder, Verwaltungsbeamter
Kinder 2
Konfession Evangelisch
Verstorben 11.07.1934, Stuttgart

Verfolgung

30.03.1933
Fette ist Regierungsrat und Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt Württemberg. Am 30. März 1933 wird er aus politischen Gründen zunächst beurlaubt und am 24. Juni 1933 zum 30. September 1933 entlassen. Die rechtliche Grundlage dafür bildet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.

1933
Fette wird 1933 und 1934 mehrfach bei den NS-Behörden denunziert. Es bleibt unklar, warum und von wem. Die Gestapo nimmt in diesem Zusammenhang eine Typenprobe seiner Schreibmaschine.

11.07.1934
Aufgrund der Verfolgung durch die NS-Behörden und weil er keine Möglichkeit sieht, die finanzielle Existenz seiner Familie zu sichern, nimmt sich Fette am 11. Juli 1934 das Leben, indem er sich vergiftet.

Biografie

1885
Volksschule in Hedemünden

1893
Fortbildungsschule in Hildesheim

Lehre als Buchbinder

ab 1897
Mitglied des Verbands der Buchbinder und Papierverarbeiter

1900
Eintritt in die SPD

Tätigkeit als Buchbinder

Februar 1903
Redakteur bei der Zeitung »Volksblatt« in Halle an der Saale

Februar 1906
Arbeitersekretär bei den Vereinigten Gewerkschaften in Stuttgart

ab 1911
Ehrenamtliches Mitglied der Landesversicherungsanstalt (LVA) Württemberg

Februar 1920
Hilfsberichterstatter bei der Wohnungsabteilung des württembergischen Ministeriums des Innern

ab April 1921
Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt (LVA) Württemberg

April 1923
Verleihung des Titels »Regierungsrat«

Literatur

Schröder 1995, S. 437.

Mittag 1997, S. 164.

Raberg 2001, S. 198.

Dokumente

Schreiben des Vorstands der Versicherungsanstalt Württemberg

Fette wurde am 24. Juni 1933 als Regierungsrat und Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt Württemberg entlassen.