Robert Fette
Verfolgung
30.03.1933
Fette ist Regierungsrat und Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt Württemberg. Am 30. März 1933 wird er aus politischen Gründen zunächst beurlaubt und am 24. Juni 1933 zum 30. September 1933 entlassen. Die rechtliche Grundlage dafür bildet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.
1933
Fette wird 1933 und 1934 mehrfach bei den NS-Behörden denunziert. Es bleibt unklar, warum und von wem. Die Gestapo nimmt in diesem Zusammenhang eine Typenprobe seiner Schreibmaschine.
11.07.1934
Aufgrund der Verfolgung durch die NS-Behörden und weil er keine Möglichkeit sieht, die finanzielle Existenz seiner Familie zu sichern, nimmt sich Fette am 11. Juli 1934 das Leben, indem er sich vergiftet.
Biografie
1885
Volksschule in Hedemünden
1893
Fortbildungsschule in Hildesheim
Lehre als Buchbinder
ab 1897
Mitglied des Verbands der Buchbinder und Papierverarbeiter
1900
Eintritt in die SPD
Tätigkeit als Buchbinder
Februar 1903
Redakteur bei der Zeitung »Volksblatt« in Halle an der Saale
Februar 1906
Arbeitersekretär bei den Vereinigten Gewerkschaften in Stuttgart
ab 1911
Ehrenamtliches Mitglied der Landesversicherungsanstalt (LVA) Württemberg
Februar 1920
Hilfsberichterstatter bei der Wohnungsabteilung des württembergischen Ministeriums des Innern
ab April 1921
Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt (LVA) Württemberg
April 1923
Verleihung des Titels »Regierungsrat«
Literatur
Schröder 1995, S. 437.
Mittag 1997, S. 164.
Raberg 2001, S. 198.