Dr. Wilhelm Eckert

Parlament

1946
Beratende Landesversammlung Baden (BCSV/CDU)

1947
Landtag Baden (BCSV/CDU, Wahlkreis 3 Donaueschingen-Neustadt)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 Badische Christlich-Soziale Volkspartei (BCSV)
Geburt 10.06.1899, Freiburg im Breisgau
Ehe Luise Charlotte geb. Herr (1937)
Beruf Jurist, Verwaltungsbeamter, Finanzminister
Kinder 2
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 12.11.1980, Freiburg im Breisgau

Verfolgung

28.03.1934
Eckert ist Geschäftsführer der badischen Handwerkskammer in Freiburg im Breisgau. Am 28. März 1934 wird er aus politischen Gründen und auf Veranlassung des badischen Reichsstatthalters Robert Wagner entlassen.

01.01.1938
Eckert findet 1937 eine Stelle als Verwaltungschef der Exportgemeinschaft deutscher Automobilfabriken AG (Zusammenschluss deutscher Automobilhersteller) in Berlin. Als die NSDAP-Gauleitung Karlsruhe von Eckerts Anstellung erfährt, übt sie Druck auf die Automobilfabriken AG aus und erwirkt Eckerts Entlassung am 30. September 1938.

01.04.1939
Eckert ist 1939 als selbstständiger Steuersyndikus und Wirtschaftstreuhänder in Freiburg im Breisgau tätig. Am 1. April 1939 wird er von der NSDAP-Kreisleitung Freiburg und der NSDAP-Gauleitung Karlsruhe gezwungen, diese freiberufliche Tätigkeit aufzugeben.

Biografie

Sohn eines Schriftsetzers

ab 1909
Rotteck-Oberrealschule in Freiburg

1917
Notabitur, danach Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, Einsatz an der Westfront

1919
Entlassung aus der Armee im Rang eines Unteroffiziers

1919
Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Freiburg

1922
Promotion an der Universität Freiburg über das Thema »Der Familienlohn«

1922
Volontär beim städtischen Arbeitsamt und beim Schlichtungsausschuss in Freiburg

1923
Tätigkeit im Büro des Syndikus Otto Fehrenbach in Freiburg

1925
Geschäftsführer des badisch-pfälzischen Zimmermeisterverbands und des Fachblatt-Verlags in Freiburg

1929
Erfolglose Kandidatur für den Landtag der Republik Baden

1930
Stellvertretender Syndikus der badischen Handwerkskammer in Freiburg

1931
Erster Geschäftsführer der badischen Handwerkskammer in Freiburg

1934
Selbstständiger Steuersyndikus und Wirtschaftstreuhänder in Freiburg

1937
Verwaltungschef der Exportgemeinschaft deutscher Automobilfabriken AG (Zusammenschluss deutscher Automobilhersteller) in Berlin

1939
Kurzzeitig selbstständiger Exportsyndikus in Berlin

1939
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg als Unteroffizier der Wehrmacht

1940
Kriegsverwaltungsrat beim Heereswaffenamt in Berlin

um 1943
Heereskriegsrat der Reserve

1945
Amerikanische Kriegsgefangenschaft in England

1945
Syndikus der Badischen Handwerkskammer in Freiburg

1946
Mitglied des Stadtrats in Freiburg

1947
Ernennung zum Professor für Arbeits- und Sozialwissenschaften an der Verwaltungsakademie Speyer

ab 26.01.1948
(Süd-)Badischer Minister der Finanzen

1952
Tätigkeit im Regierungspräsidium in Freiburg

18.02.1952
Austritt aus der badischen CDU und der CDU-Landtagsfraktion wegen Differenzen in der Südweststaatsfrage

06.03.1952
Rücktritt als (Süd-)Badischer Minister der Finanzen

1954
Ministerialdirektor im baden-württembergischen Finanzministerium

Rezeption

Ehrensenator der Universität Freiburg

Literatur

Weik 2003, S. 39.

Martin Stingl: Wilhelm Eckert, in: Baden-Württembergische Biographien, 4, 2007, S. 58-60.

Tobias Wöhrle: Leo Wohleb. Eine politische Biographie. »Treuhänder der alten badischen Überlieferung«, Karlsruhe, Leinfelden-Echterdingen 2008, S. 189, 396-397.