Wilhelm Eggert

Verfolgung
02.05.1933
Eggert ist Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB). Am 2. Mai 1933 wird er im Rahmen des Vorgehens der NS-Behörden gegen die Gewerkschaften zusammen mit anderen Funktionären des ADGB in Berlin verhaftet und vorübergehend im Gefängnis Plötzensee inhaftiert. Vorgeworfen wird Eggert Untreue und eine staatsfeindliche Gesinnung.
26.06.1933
Eggert wird am 26. Juni 1933 aus politischen Gründen als Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds fristlos entlassen.
um 1938
Die von Eggert verfasste Schrift »Rationalisierung und Arbeiterschaft« (Berlin 1927) wird von der Reichsschrifttumskammer verboten.
Biografie
Sohn eines Gutsaufsehers
Volksschule in Friedeburg an der Saale
Lehre als Schlosser
1897
Auf Wanderschaft als Schlossergeselle
1898
Eintritt in die Gewerkschaft
1899
Eintritt in die SPD
1900
Militärdienst in Chemnitz
1902
Tätigkeit als Schlosser
Eggert besucht die Unterrichtskurse der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands und die Arbeiterbildungsschule in Berlin.
1906
Angestellter der Ortskrankenkasse der Schlosser in Berlin
ab 1908
Angestellter des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV) in Stuttgart
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
November 1918
Mitglied des Landesausschusses der Arbeiterräte Württembergs
November 1918
Mitglied des Vollzugsausschusses des Arbeiterrats Groß-Stuttgart
1919
Leiter des Presseamts des Württembergischen Staatsministeriums
1921
Mitglied im Vorstand des Deutschen Metallarbeiter-Verbands (DMV)
ab 1924
Sekretär und Mitglied im Vorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB)
1925
Mitglied des vorläufigen Reichswirtschaftsrats
Literatur
Eberhard Kolb, Klaus Schönhoven: Regionale und lokale Räteorganisation in Württemberg 1918/19, Düsseldorf 1976, S. 40-45, 285-288.
Schröder 1995, S. 422.
Mittag1997, S. 162-163.
Raberg 2001, S. 163.
Siegfried Mielke (Hrsg.): Gewerkschafter in den Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen. Biographisches Handbuch, 1, Berlin 2002, S. 135.