Wilhelm Eggert

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Landesliste)

1920
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Bezirksliste Württemberg 19 Rottweil-Spaichingen-Tuttlingen)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 31.05.1880, Klein Santersleben (Schackensleben)
Ehe Gertrud geb. Ficius
Beruf Schlosser, Gewerkschaftsfunktionär
Kinder 2
Konfession Evangelisch
Verstorben 07.05.1939, Berlin

Verfolgung

02.05.1933
Eggert ist Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB). Am 2. Mai 1933 wird er im Rahmen des Vorgehens der NS-Behörden gegen die Gewerkschaften zusammen mit anderen Funktionären des ADGB in Berlin verhaftet und vorübergehend im Gefängnis Plötzensee inhaftiert. Vorgeworfen wird Eggert Untreue und eine staatsfeindliche Gesinnung.

26.06.1933
Eggert wird am 26. Juni 1933 aus politischen Gründen als Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds fristlos entlassen.

um 1938
Die von Eggert verfasste Schrift »Rationalisierung und Arbeiterschaft« (Berlin 1927) wird von der Reichsschrifttumskammer verboten.

Biografie

Sohn eines Gutsaufsehers

Volksschule in Friedeburg an der Saale

Lehre als Schlosser

1897
Auf Wanderschaft als Schlossergeselle

1898
Eintritt in die Gewerkschaft

1899
Eintritt in die SPD

1900
Militärdienst in Chemnitz

1902
Tätigkeit als Schlosser

Eggert besucht die Unterrichtskurse der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands und die Arbeiterbildungsschule in Berlin.

1906
Angestellter der Ortskrankenkasse der Schlosser in Berlin

ab 1908
Angestellter des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV) in Stuttgart

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

November 1918
Mitglied des Landesausschusses der Arbeiterräte Württembergs

November 1918
Mitglied des Vollzugsausschusses des Arbeiterrats Groß-Stuttgart

1919
Leiter des Presseamts des Württembergischen Staatsministeriums

1921
Mitglied im Vorstand des Deutschen Metallarbeiter-Verbands (DMV)

ab 1924
Sekretär und Mitglied im Vorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB)

1925
Mitglied des vorläufigen Reichswirtschaftsrats

Literatur

Eberhard Kolb, Klaus Schönhoven: Regionale und lokale Räteorganisation in Württemberg 1918/19, Düsseldorf 1976, S. 40-45, 285-288.

Schröder 1995, S. 422.

Mittag1997, S. 162-163.

Raberg 2001, S. 163.

Siegfried Mielke (Hrsg.): Gewerkschafter in den Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen. Biographisches Handbuch, 1, Berlin 2002, S. 135.

Dokumente

Schreiben des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes

Eggert wurde am 26. Juni 1933 als Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes fristlos entlassen.