Wilhelm Werrlein

Parlament

1946
Beratende Landesversammlung Baden (BCSV/CDU)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 Badische Christlich-Soziale Volkspartei (BCSV)
Geburt 19.05.1878, Freiburg im Breisgau
Ehe Unverheiratet
Beruf Rechtsanwalt
Kinder Kinderlos
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 04.06.1956, Wolfach

Verfolgung

Januar 1934
Werrlein wird im Januar 1934 aufgrund einer spöttischen Äußerung vorübergehend in »Schutzhaft« genommen. Der Katholische Gesellenverein Wolfach hatte unter der Regie Werrleins das Theaterstück »Volk ohne Heimat« aufgeführt. Werrlein sagte über eine sterbende Figur des Stücks: »Na, was will er noch mehr, er braucht ja nur zu sterben, dann gibt es ein Staatsbegräbnis, und Hitler hält ihm eine Leichenrede.« Am 4. März 1935 leitet die badische Anwaltskammer wegen der Äußerung ein Disziplinarverfahren gegen Werrlein ein und belegt ihn am 9. März 1935 mit einer Disziplinarstrafe. Außerdem wird aufgrund der Äußerung Werrleins Aufnahmegesuch in den Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen (BNSDJ) zunächst zurückgestellt und im Februar 1936 abgelehnt.

Biografie

Volksschule in Freiburg

Gymnasium in Freiburg und Konstanz

Militärdienst

1900
Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg

Mitglied der Studentenverbindung Hercynia Freiburg

1903
Erstes juristisches Staatsexamen in Karlsruhe

Rechtsreferendariat

1907
Zweites juristisches Staatsexamen

ab 1908
Rechtsanwalt in Triberg (Schwarzwald)

Tätigkeit beim Landgericht in Offenburg

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

ab 1919
Rechtsanwalt in Wolfach

November 1940
Als Amtsgerichtsrat Leiter des Amtes für Familienunterhalt in Wolfach

Rezeption

1952
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

Feuchte 1999, S. 68.

Weik 2003, S. 158.

Kühnel 2009, S. 54.