Wilhelm Wirthle

Verfolgung
März 1933
Wirthle wird im März 1933 verhaftet und in Ulm für drei Wochen in Untersuchungshaft genommen.
Mitte April 1933
Wirthle wird Mitte April 1933 verhaftet und im Amtsgerichtsgefängnis in Ulm in »Schutzhaft« genommen. Am 20. April 1933 wird er in das Konzentrationslager Heuberg überstellt. Dort wird Wirthle am 13. Juni 1933 aus der Haft entlassen.
13.06.1933
Wirthle ist Oberpostinspektor im Postamt Ulm. Am 13. Juni 1933 wird er aus politischen Gründen außer Dienst gestellt. Am 23. Dezember 1933 wird er zum Postamt Tübingen strafversetzt. Dort ist er nicht mehr in leitender Stellung tätig.
Biografie
Sohn eines Tierarztes
Volksschule in Schwenningen
Realschule in Schwenningen und Rottweil
1890
Anstellung bei der Schwenninger Stadtverwaltung
1897
Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger
1901
Anstellung beim Postamt Blaubeuren
nach 1909
Sekretär der DDP für Südwürttemberg
1910
Anstellung beim Postamt Göppingen
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
1924
Leiter des Württembergischen Reichsbanners in Ulm
Herausgeber und Redakteur der »Ulmer Demokratischen Zeitung«
ab Januar 1930
Oberpostinspektor beim Postamt Ulm
1937
Vorzeitige Pensionierung
ab Mai 1945
Postamtsvorstand in Tübingen, später Präsident der Oberpostdirektion
Landesvorsitzender der FDP Württemberg-Hohenzollern
1946
Mitglied des Gemeinderats in Tübingen
Rezeption
1953
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Weik 2003, S. 161.
Frank Raberg (Bearb.): Die Protokolle der Regierung von Württemberg-Hohenzollern, 1, Das Erste und Zweite Staatssekretariat Schmid 1945-1947, Stuttgart 2004, S. 254, Anm. 538.
Kühnel 2009, S. 40.