Wilhelm Wirthle

Parlament

1947
Landtag Württemberg-Hohenzollern (DVP, Landesliste)

Partei vor 1933 Deutsche Demokratische Partei (DDP)

nach 1945 Demokratische Volkspartei (DVP)
Freie Demokratische Partei (FDP)
Geburt 06.04.1874, Schwenningen am Neckar
Ehe Maria geb. Scherer (1901)
Beruf Postbeamter
Kinder 2
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 20.05.1960, Tübingen

Verfolgung

März 1933
Wirthle wird im März 1933 verhaftet und in Ulm für drei Wochen in Untersuchungshaft genommen.

Mitte April 1933
Wirthle wird Mitte April 1933 verhaftet und im Amtsgerichtsgefängnis in Ulm in »Schutzhaft« genommen. Am 20. April 1933 wird er in das Konzentrationslager Heuberg überstellt. Dort wird Wirthle am 13. Juni 1933 aus der Haft entlassen.

13.06.1933
Wirthle ist Oberpostinspektor im Postamt Ulm. Am 13. Juni 1933 wird er aus politischen Gründen außer Dienst gestellt. Am 23. Dezember 1933 wird er zum Postamt Tübingen strafversetzt. Dort ist er nicht mehr in leitender Stellung tätig.

Biografie

Sohn eines Tierarztes

Volksschule in Schwenningen

Realschule in Schwenningen und Rottweil

1890
Anstellung bei der Schwenninger Stadtverwaltung

1897
Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger

1901
Anstellung beim Postamt Blaubeuren

nach 1909
Sekretär der DDP für Südwürttemberg

1910
Anstellung beim Postamt Göppingen

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

1924
Leiter des Württembergischen Reichsbanners in Ulm

Herausgeber und Redakteur der »Ulmer Demokratischen Zeitung«

ab Januar 1930
Oberpostinspektor beim Postamt Ulm

1937
Vorzeitige Pensionierung

ab Mai 1945
Postamtsvorstand in Tübingen, später Präsident der Oberpostdirektion

Landesvorsitzender der FDP Württemberg-Hohenzollern

1946
Mitglied des Gemeinderats in Tübingen

Rezeption

1953
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

Weik 2003, S. 161.

Frank Raberg (Bearb.): Die Protokolle der Regierung von Württemberg-Hohenzollern, 1, Das Erste und Zweite Staatssekretariat Schmid 1945-1947, Stuttgart 2004, S. 254, Anm. 538.

Kühnel 2009, S. 40.

Dokumente

Meldebogen zur Entnazifizierung

Wirthle schilderte auf seinem Meldebogen zur Entnazifizierung seine politische Verfolgung, seine »Schutzhaft« und seine Starfversetzung als Oberpostinspektor.