Willy Dürr

Verfolgung
15.03.1933
Dürr ist Redakteur der »Heilbronner Abendzeitung«. Er wird am 15. März 1933 in deren Verlagsgebäude von zwei SA-Männern überfallen und zusammengeschlagen. Nach dem Überfall wird Dürr mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert und ist einige Zeit arbeitsunfähig.
30.09.1933
Dürr wird am 30. September 1933 aus politischen Gründen als Redakteur der »Heilbronner Abendzeitung« entlassen.
Biografie
Studium der klassischen Philologie und des Französischen
Redaktionsvolontär bei der »Neckar-Zeitung« in Heilbronn
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
1919
Redakteur der »Heilbronner Abendzeitung«
1928
Mitglied des Gemeinderats in Heilbronn
1932
Vorsitz der DDP in Heilbronn
nach 1933
Zunächst arbeitslos, dann Tätigkeit als Nachhilfelehrer und als Versicherungsvertreter sowie redaktionelle Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen
1945
Mitglied des Beirats des Heilbronner Oberbürgermeisters Emil Beutinger
1945
Geschäftsstellenleiter der Spruchkammer Heilbronn
ab 1946
Mitglied des Stadtrats in Heilbronn
1948
Stellvertreter des Heilbronner Oberbürgermeisters
ab 1949
Chef vom Dienst der Zeitung »Heilbronner Stimme«
Mitglied des geschäftsführenden Landesparteivorstands der DVP/FDP
Literatur
Uwe Jacobi: Die vermissten Ratsprotokolle. Aufzeichnung der Suche nach der unbewältigten Vergangenheit, Heilbronn 1981, S. 13, 109.
Susanne Schlösser (Hrsg.): Chronik der Stadt Heilbronn, 1933-1938, 4, Heilbronn 2001, S. 11.
Weik 2003, S. 38.