Willy Dürr

Parlament

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der DVP)

Partei vor 1933 Deutsche Demokratische Partei (DDP)

nach 1945 Demokratische Volkspartei (DVP)
Freie Demokratische Partei (FDP)
Geburt 12.07.1889, Esslingen am Neckar
Erste Ehe
1. Ehepartnerin, Name unbekannt, gest. 1943 ()
Zweite Ehe
Frida Sofie Luise geb. Drautz (1956)
Beruf Journalist, Redakteur
Kinder 2
Konfession Evangelisch
Verstorben 12.04.1975, Heilbronn

Verfolgung

15.03.1933
Dürr ist Redakteur der »Heilbronner Abendzeitung«. Er wird am 15. März 1933 in deren Verlagsgebäude von zwei SA-Männern überfallen und zusammengeschlagen. Nach dem Überfall wird Dürr mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert und ist einige Zeit arbeitsunfähig.

30.09.1933
Dürr wird am 30. September 1933 aus politischen Gründen als Redakteur der »Heilbronner Abendzeitung« entlassen.

Biografie

Studium der klassischen Philologie und des Französischen

Redaktionsvolontär bei der »Neckar-Zeitung« in Heilbronn

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

1919
Redakteur der »Heilbronner Abendzeitung«

1928
Mitglied des Gemeinderats in Heilbronn

1932
Vorsitz der DDP in Heilbronn

nach 1933
Zunächst arbeitslos, dann Tätigkeit als Nachhilfelehrer und als Versicherungsvertreter sowie redaktionelle Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen

1945
Mitglied des Beirats des Heilbronner Oberbürgermeisters Emil Beutinger

1945
Geschäftsstellenleiter der Spruchkammer Heilbronn

ab 1946
Mitglied des Stadtrats in Heilbronn

1948
Stellvertreter des Heilbronner Oberbürgermeisters

ab 1949
Chef vom Dienst der Zeitung »Heilbronner Stimme«

Mitglied des geschäftsführenden Landesparteivorstands der DVP/FDP

Literatur

Uwe Jacobi: Die vermissten Ratsprotokolle. Aufzeichnung der Suche nach der unbewältigten Vergangenheit, Heilbronn 1981, S. 13, 109.

Susanne Schlösser (Hrsg.): Chronik der Stadt Heilbronn, 1933-1938, 4, Heilbronn 2001, S. 11.

Weik 2003, S. 38.

Dokumente

Karteikarte des Reichssicherheitshauptamt

Das Reichssicherheitshauptamt in Berlin sammelte Informationen und politische Einschätzungen zu NS-Gegnern, insbesondere zu ehemaligen Politikern der Weimarer Republik. In einer Kartei des Amtes findet sich auch zu Dürr ein Eintrag.