Alois Kimmelmann

Verfolgung
03.04.1933
Kimmelmann ist Leiter des Stadtoberschulamtes in Karlsruhe. Am 3. April 1933 wird er auf Verfügung des badischen Ministers des Kultus und des Unterrichts Otto Wacker aus politischen Gründen beurlaubt. Am 29. Juli 1933 erfolgt auf Entschließung des badischen Reichsstatthalters Robert Wagner seine Versetzung in den Ruhestand.
Biografie
Sohn eines Landwirts und Bürgermeisters
bis 1900
Volksschule in Oberbalbach
1900
Präparandenschule in Tauberbischofsheim zur Vorbereitung auf den Beruf des Volksschullehrers
1902
Ausbildung am katholischen Lehrerseminar in Ettlingen
1905
Lehrer in Karlsruhe
1910
Einjährig-freiwilliger Militärdienst beim Füsilierregiment 122 in Bad Mergentheim
1912
Lehrer in Pforzheim
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Reserveoffizier
1919
Eintritt in die SPD
ab 1921
Vorstandsmitglied des Badischen Lehrervereins
1925
Mitbegründer des Reichsbanners in Pforzheim
1926
Dozent für Allgemeine Unterrichtslehre an der Lehrerbildungsanstalt in Karlsruhe
1929
Stadtoberschulrat in Karlsruhe
Während der NS-Zeit wohnhaft in Lauda-Königshofen
1945
Mitglied der badischen Unterrichtsverwaltung im Bereich Württemberg-Baden, zuletzt als Ministerialrat
nach 1945
Beteiligung an der Neugründung des Badischen Lehrervereins
Rezeption
Namenspatron der Kimmelmannschule in Karlsruhe
Namenspatron der Alois-Kimmelmann-Straße in Lauda-Königshofen
Literatur
Volker Lenhart: Geschichte der Lehrerbewegung in Baden 1926-1976, Bühl 1976, S. 10-12.
Renate Liessem-Breinlinger: Alois Kimmelmann, in: Badische Biographien, 1, 1982, S. 191-192.
Jürgen Spanger: Alois Kimmelmann, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge. Forum für Stadtgeschichte und Kultur, 2002, 56, S. 1.
Jürgen Spanger: Aus der Schulstube ins Leben. Die Karlsruher Volksschulen 1716-1952, Karlsruhe 2002, S. 111.
Weik 2003, S. 76.