Alois Kimmelmann

Parlament

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der SPD)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 21.06.1886, Oberbalbach (Lauda-Königshofen)
Ehe Elisabeth geb. Völker (1912)
Beruf Lehrer, Schulrat
Kinder Kinderlos
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 13.04.1946, Bad Mergentheim

Verfolgung

03.04.1933
Kimmelmann ist Leiter des Stadtoberschulamtes in Karlsruhe. Am 3. April 1933 wird er auf Verfügung des badischen Ministers des Kultus und des Unterrichts Otto Wacker aus politischen Gründen beurlaubt. Am 29. Juli 1933 erfolgt auf Entschließung des badischen Reichsstatthalters Robert Wagner seine Versetzung in den Ruhestand.

Biografie

Sohn eines Landwirts und Bürgermeisters

bis 1900
Volksschule in Oberbalbach

1900
Präparandenschule in Tauberbischofsheim zur Vorbereitung auf den Beruf des Volksschullehrers

1902
Ausbildung am katholischen Lehrerseminar in Ettlingen

1905
Lehrer in Karlsruhe

1910
Einjährig-freiwilliger Militärdienst beim Füsilierregiment 122 in Bad Mergentheim

1912
Lehrer in Pforzheim

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Reserveoffizier

1919
Eintritt in die SPD

ab 1921
Vorstandsmitglied des Badischen Lehrervereins

1925
Mitbegründer des Reichsbanners in Pforzheim

1926
Dozent für Allgemeine Unterrichtslehre an der Lehrerbildungsanstalt in Karlsruhe

1929
Stadtoberschulrat in Karlsruhe

Während der NS-Zeit wohnhaft in Lauda-Königshofen

1945
Mitglied der badischen Unterrichtsverwaltung im Bereich Württemberg-Baden, zuletzt als Ministerialrat

nach 1945
Beteiligung an der Neugründung des Badischen Lehrervereins

Rezeption

Namenspatron der Kimmelmannschule in Karlsruhe

Namenspatron der Alois-Kimmelmann-Straße in Lauda-Königshofen

Literatur

Volker Lenhart: Geschichte der Lehrerbewegung in Baden 1926-1976, Bühl 1976, S. 10-12.

Renate Liessem-Breinlinger: Alois Kimmelmann, in: Badische Biographien, 1, 1982, S. 191-192.

Jürgen Spanger: Alois Kimmelmann, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge. Forum für Stadtgeschichte und Kultur, 2002, 56, S. 1.

Jürgen Spanger: Aus der Schulstube ins Leben. Die Karlsruher Volksschulen 1716-1952, Karlsruhe 2002, S. 111.

Weik 2003, S. 76.