Philipp Mittwich

Parlament

1920
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (KPD, Wahlkreis Württemberg I Stadtdirektionsbezirk Stuttgart)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 27.05.1887, Wallhausen
Erste Ehe
Verheiratet (vor 1910)
Zweite Ehe
Ottilie Klara geb. Fröschlin (1937)
Beruf Schuhmacher, Gewerkschaftsfunktionär, Lebensmittelhändler
Kinder Kinderlos
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 26.07.1969, Stuttgart

Verfolgung

Mai 1933
Mittwich wird im Mai 1933 verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.

24.05.1933
Mittwich ist Bezirksleiter des Zentralverbandes der Schuhmacher für Württemberg und Baden. Er wird am 24. Mai 1933 aus politischen Gründen entlassen. Seine Kündigung erfolgt zunächst zum 31. Dezember 1933, am 30. Juni 1933 wird Mittwich jedoch umgehend und fristlos entlassen.

1935
Mittwich wird 1935 verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.

Biografie

Sohn eines Krämers

Volksschule

ab 1901
Lehre als Schuhmacher

Als Schuhmachergeselle auf Wanderschaft

1906
Engagement in der gewerkschaftlichen Bewegung in Düsseldorf

1908
Schriftführer im Zentralverband der Schuhmacher in Darmstadt

1910
Umzug nach Cannstatt, dort Anstellung in der Schuhfabrik Mercedes

1910
Eintritt in die SPD

1911
Korrespondent der SPD-Zeitung »Schwäbische Tagwacht«

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

1918
Delegierter auf dem Reichsrätekongress in Berlin

1918
Eintritt in die USPD

1920
Eintritt in die KPD

1920
Bezirksleiter des Zentralen Verbands der Schuhmacher für Württemberg und Baden

1920
Parteisekretär der KPD in Stuttgart-Cannstatt

1924
Rückkehr zur SPD

Juli 1933
Arbeitslos

1938
Tätigkeit als Handelsvertreter und Lebensmittelhändler

Mai 1945
Hauptvorstandsmitglied des Gewerkschaftsbundes Württemberg-Baden

Mai 1946
Hauptvorstandsvorsitzender der Gewerkschaft Leder

1949
Mitbegründer des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

1949
Mitglied im Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

Rezeption

1959
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Senator des Deutschen Ledermuseums in Offenbach am Main

Literatur

Zum Tode von Philipp Mittwich, in: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 176, 29. Juli 1969.

Eberhard Kolb, Klaus Schönhoven: Regionale und lokale Räteorganisationen in Württemberg 1918/19, Düsseldorf 1976, S. 72-73.

Sylvia Neuschl: Geschichte der USPD in Württemberg oder über die Unmöglichkeit, einig zu bleiben, Esslingen 1983, S. 190, 197, 256, 293.

Schumacher 1995, S. 107.

Schröder 1995, S. 619.

Sabine Roß: Biographisches Handbuch der Reichsrätekongresse 1918/19, Düsseldorf 2000, S. 187-188.

Raberg 2001, S. 570-571.

Weik 2003, S. 317.