Philipp Mittwich

Verfolgung
Mai 1933
Mittwich wird im Mai 1933 verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.
24.05.1933
Mittwich ist Bezirksleiter des Zentralverbandes der Schuhmacher für Württemberg und Baden. Er wird am 24. Mai 1933 aus politischen Gründen entlassen. Seine Kündigung erfolgt zunächst zum 31. Dezember 1933, am 30. Juni 1933 wird Mittwich jedoch umgehend und fristlos entlassen.
1935
Mittwich wird 1935 verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.
Biografie
Sohn eines Krämers
Volksschule
ab 1901
Lehre als Schuhmacher
Als Schuhmachergeselle auf Wanderschaft
1906
Engagement in der gewerkschaftlichen Bewegung in Düsseldorf
1908
Schriftführer im Zentralverband der Schuhmacher in Darmstadt
1910
Umzug nach Cannstatt, dort Anstellung in der Schuhfabrik Mercedes
1910
Eintritt in die SPD
1911
Korrespondent der SPD-Zeitung »Schwäbische Tagwacht«
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
1918
Delegierter auf dem Reichsrätekongress in Berlin
1918
Eintritt in die USPD
1920
Eintritt in die KPD
1920
Bezirksleiter des Zentralen Verbands der Schuhmacher für Württemberg und Baden
1920
Parteisekretär der KPD in Stuttgart-Cannstatt
1924
Rückkehr zur SPD
Juli 1933
Arbeitslos
1938
Tätigkeit als Handelsvertreter und Lebensmittelhändler
Mai 1945
Hauptvorstandsmitglied des Gewerkschaftsbundes Württemberg-Baden
Mai 1946
Hauptvorstandsvorsitzender der Gewerkschaft Leder
1949
Mitbegründer des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
1949
Mitglied im Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
Rezeption
1959
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Senator des Deutschen Ledermuseums in Offenbach am Main
Literatur
Zum Tode von Philipp Mittwich, in: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 176, 29. Juli 1969.
Eberhard Kolb, Klaus Schönhoven: Regionale und lokale Räteorganisationen in Württemberg 1918/19, Düsseldorf 1976, S. 72-73.
Sylvia Neuschl: Geschichte der USPD in Württemberg oder über die Unmöglichkeit, einig zu bleiben, Esslingen 1983, S. 190, 197, 256, 293.
Schumacher 1995, S. 107.
Schröder 1995, S. 619.
Sabine Roß: Biographisches Handbuch der Reichsrätekongresse 1918/19, Düsseldorf 2000, S. 187-188.
Raberg 2001, S. 570-571.
Weik 2003, S. 317.